Morbus Osgood-Schlatter
Morbus Osgood-Schlatter (en: Osgood Schlatter disease, rugby knee) ist eine schmerzhafte Reizung der Insertion der Patellasehne (Kniescheibensehne) am vorderen Schienbein. Dabei können sich Knochenstücke aus dem Schienbein lösen und absterben (Nekrose). Die Erkrankung wird deshalb zu den aseptischen (d.h. nicht infektionsbedingten) Osteonekrosen gerechnet. Man nimmt an, dass Überlastung oder trainingsbedingte Mikroverletzungen die Ursache sind. Männliche Jugendliche und Sportler sind häufig betroffen (Männer sind zehnmal häufiger betroffen als Frauen). Das typische Alter der Patienten ist 11–12 Jahre bei Mädchen und 13–14 Jahre bei Jungen.
Die Schmerzen treten unter Belastung, beim Anspannen der Oberschenkelmuskulatur und bei manuellem Druck auf den Schienbeinrand unterhalb der Kniescheibe auf; sie bessern sich in Ruhe, verschwinden aber nicht ganz.
Die Diagnose ist nur anhand des Röntgenbilds unter Einschluss der gesunden Seite oder des MRT-Befunds zu stellen.
Die Behandlung ist symptomorientiert (Schonung, Kühlung, Schmerzmittel, Stoßwellentherapie, entzündungshemmende Präparate, Krankengymnastik); die Prognose ist bei frühzeitiger Behandlung gut.
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Morbus Osgood-Schlatter |
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